Manche Düfte überdauern Jahrzehnte, werden von Generation zu Generation weitergegeben, bleiben relevant während um sie herum die Trends kommen und gehen. Diese Klassiker verdienen einen Platz im olfaktorischen Gedächtnis jedes kultivierten Mannes.
Dior Eau Sauvage (1966)
Der Duft, der die moderne Herrenparfümerie erfunden hat. Edmond Roudnitska schuf mit Eau Sauvage einen Zitrusduft von revolutionärer Frische – dank Hedion, einer damals neuen synthetischen Jasmin-Note. Eleganz ohne Schwere, Männlichkeit ohne Aggression.
Guerlain Vetiver (1961)
Das Vetiver-Gras, erdverbunden und grün, wurde hier zum ersten Mal in den Mittelpunkt einer Komposition gestellt. Kühl, trocken, intellektuell – der Duft für den Mann, der nicht beeindrucken muss.
Chanel Pour Monsieur (1955)
Coco Chanels Geschenk an den eleganten Mann. Ein Chypre-Duft von makelloser Balance – Zitrus, Eichenmoos, ein Hauch Leder. Zurückhaltend, kultiviert, zeitlos.
Acqua di Parma Colonia (1916)
Italienische Nonchalance in flüssiger Form. Die Colonia riecht nach Zitrushainen an der Amalfiküste, nach Espresso-Pausen und La Dolce Vita. Cary Grant und David Niven trugen sie – was sonst muss man wissen?
Guerlain Habit Rouge (1965)
Der erste orientalische Herrenduft. Benannt nach der roten Reitjacke, verbindet Habit Rouge Zitrusfrische mit warmer Vanille und Leder. Ein Abendduft von aristokratischer Würde.
Aramis (1966)
Der amerikanische Klassiker – maskulin, ledrig, mit einer Würze, die an vergangene Zeiten erinnert. Aramis riecht nach Männern, die noch Hüte trugen und Türen aufhielten. Nicht für jeden, aber unvergesslich.
Creed Green Irish Tweed (1985)
Obwohl jünger als die anderen, ist Green Irish Tweed bereits ein moderner Klassiker. Grün, frisch, mit einer Sandelholz-Basis – er riecht nach irischen Weiden und britischer Eleganz.
Hermès Terre d'Hermès (2006)
Der jüngste Eintrag, aber einer, der seinen Platz verdient hat. Jean-Claude Ellenas Meisterwerk verbindet Erde und Himmel – mineralisch, zedrig, mit einem Herzen aus Orange. Unverkennbar, unverwechselbar.
Caron Pour Un Homme (1934)
Lavendel und Vanille – simpel auf dem Papier, komplex in der Ausführung. Der erste „moderne" Herrenduft, kreiert von Ernest Daltroff. Noch immer produziert, noch immer relevant.
Givenchy Gentleman (1974)
Ein Lederduft von unvergleichlicher Eleganz. Das originale Gentleman (nicht zu verwechseln mit späteren Neuauflagen) riecht nach gepflegtem Sattelleder, Patchouli und Selbstbewusstsein.
Diese zehn Düfte zu kennen – nicht unbedingt zu besitzen – ist Teil der olfaktorischen Bildung. Sie sind die Referenzpunkte, an denen sich alles Spätere misst.
„Ein Klassiker ist ein Duft, der immer noch modern wirkt, obwohl er nie versucht hat, modern zu sein."